Briefwahl und eVoting

Die Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hat sich heute sehr kritisch über eVoting bei der kommenden ÖH-Wahl geäußert. Dem kann ich nur vollinhaltlich zustimmen. Auch die Briefwahl in der jetzigen Form ist ein Angriff auf das demokratisch garantierte Recht auf freie und geheime Wahl.

Ich warte schon auf die ersten Skandale, wenn Firmen oder andere Organisationen versuchen, ihre Angehörigen unter Druck zu setzen, doch offen mittels Briefwahl zu wählen. Im Grunde ist eVoting dagegen eher noch harmlos. Aber: Wer kann wirklich kontrollieren, was mit den gesammelten Daten passiert? Ich bin EDV-Experte, doch auch ich vertraue dem eVoting nicht restlos.

Wenn man wirklich die Wahlbeteiligung erhöhen möchte, sollen lieber automatisch Wahlkarten an alle ausgesendet werden und die Wahllokale frei wählbar sein. Das würde sogar das Wahlgeheimnis fördern. Gerade in kleinen Gemeinden kann man ja aufgrund des Wahlergebnisses auch so durchaus Rückschlüsse ziehen, wer wen gewählt hat.