Jugendliche und Strachismo

Lehrlinge und viele andere Jugendliche werden weder zu Hause noch im Beruf ernst genommen.TV und Krone gaukeln ihnen eine Welt voller Gauner, Fremdbedrohungen und Politiker vor, die sich auf ihre Kosten bereichern. Dann kommt der große Held, ders denen reinsagt.

In den 7 Jahren wo Strache und die Haidersche Buberlpartie mit Schüssel das Sagen hatte, kam es zum größten Sozialabbau seit Ende des 2. Weltkriegs.

Übrigens werden die ausländischen Arbeitskräfte weder von Grünen, Kummerln oder Sozis hereingeholt, sondern von den Reichen und anderen Unternehmern. Sie beuten sie aus, bereichern sich an ihnen und überlassen die Folgekosten der Gesellschaft.

Diesen Text habe ich per E-Mail von Mag. Edgar Fuhry bekommen. Ich gebe ihn hier in leicht bearbeiteter Fassung wieder. Dazu passt:

Internationale Wanderungen 1996 – 2008

2 Gedanken zu „Jugendliche und Strachismo

  1. Ein wichtiges Argument wurde da noch vergessen: „Die“ Ausländer nehmen „uns“ keine Arbeitsplätze weg.
    Sie machen im Gegenteil zum überwiegenden Teil jene Arbeiten, die die wenigsten „echten“ Österreicher nicht machen wollen. Ohne Migranten würde beispielsweise die Spitalspflege zusammenbrechen.

  2. Lieber Stefan!

    Leider kann ich dir da nicht voll zustimmen. In der Industrie oder am Bau findet sehr wohl eine Verdrängung statt. Teilweise ist diese Verdrängung sogar halblegal. Ich habe gerade eine Woche lang mit einem SPÖ-nahen UVS-Richter über Arbeitsrecht usw. gesprochen. Es ist nun einmal so, dass Österreicher zu kollektivvertraglichen Bedingungen angestellt werden wollen, was auch ihr gutes Recht ist. Gerade am Bau wird aber vorwiegend von ausländischen Mitbürgern Lohndumping mit Scheinselbständigkeit, Insolvenzen usw. betrieben. Dabei entgehen auch dem Sozialversicherungssystem Millionen.

    Ich bin aber dagegen, die ausländischen Mitbürger pauschal dafür verantwortlich zu machen. Natürlich gibt es einige Aus- wie Inländer, die von derartigen Grauzonen massiv profitieren. Die Mehrzahl der Ausländer sind aber Opfer und nicht Täter.

    Ich bin sehr wohl der Meinung, dass die Zuwanderung kontrolliert und beschränkt gehört. Der Grund, warum Österreicher nicht in der Krankenpflege oder mit Tourismus arbeiten wollen, sind doch die teilweise menschenverachtenden Arbeitsbedingungen. Wenn man immer neue, billige Arbeitskräfte ins Land holt, entfällt der Druck auf die Arbeitgeber, diese Arbeitsbedingungen zu verbessern.

    Gerade die Arbeitgeber sprechen ja immer so gerne von Marktwirtschaft und vom „Arbeitsmarkt“. Wenn jedoch der eine Marktteilnehmer seine Stellung dauernd missbraucht und so den Markt zu seinen Gunsten manipuliert, hat das mit Marktwirtschaft nur wenig zu tun, sondern viel mehr mit Ausbeutung.

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