Wiener Linien und das Recht auf freie Meinungsäußerung

Die Wiener Linien lassen eine Kampagne für mehr Humanität stoppen: http://www.politwatch.at/stories/wiener-linien-drehen-atheisten-buskampagne-ab/

Ich habe daher folgendes E-Mail an den Kundendienst und an Stadtrat Rudi Schicker geschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein verfassungsmäßig garantiertes Recht. Dies schließt auch die Werbung ein.

 

Warum wurde die Kampagne der AG-ATHE, AHA und Freidenkerbund nun gestoppt? Immerhin sind die Inhalte bereits vorher bekannt gewesen.

 

Angesichts der Tatsache, dass die meisten bewaffnete Konflikte auf der Welt einen religiösen Hintergrund haben, erscheint es mir doch sinnvoll, über Religion an sich zu diskutieren und mit der Kampagne zumindest einen Denkanstoß zu geben.

 

Dass es sich dabei um politische oder religiöse Werbung handeln soll, kann ich nicht nachvollziehen. Warum konnte dann auch die Aktion Leben bei den Wiener Linien werben? Angesichts der Tatsache, dass in fast jedem Wartehäuschen der Wiener Linien politische Werbung zu finden ist, erscheint mir das außerdem als billige Ausrede.

 

Ich fordere Sie daher auf, ein humanistisches und liberales Zeichen zu setzen und diese Kampagne fortzusetzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Roman Korecky

2 Gedanken zu „Wiener Linien und das Recht auf freie Meinungsäußerung

  1. Lieber Roman,

    Danke für dieses Protestmail. Es tut gut zu sehen, dass die Proponenten dieser Kampagne nicht alleine kämpfen. Es gibt eine Million Konfessionsloser in Österreich, die von dieser Entscheidung indirekt betroffen sind. Schön, dass sich einige artikulieren.

    Mfg,

    Christoph

  2. Dazu möchte ich anmerken, dass ich mich selbst nicht unbedingt als Atheisten bezeichnen würde. Ich selbst halte das christliche Wertesystem für einen der Grundpfeiler Europas. Ob ich an einen Gott glaube oder nicht, darüber bin ich mit mir selbst in ständiger Diskussion.

    Wogegen ich jedoch massiv auftrete ist religiöser Fanatismus jeglicher Form und religiös begründete Konflikte, die leider nur zu oft in kriegerischen Auseinandersetzungen enden. Genau deshalb unterstütze ich eure Kampagne. Es muss im 21. Jahrhundert, mehr als 200 Jahre nach der Aufklärung, möglich sein, über Religion und deren Bedeutung an sich eine offene Diskussion zu führen. Andernfalls stellen wir uns auf die gleiche Stufe mit Gottesstaaten wie dem Iran, Israel oder den USA.

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