Volksbefragung in Wien: Hundeführerschein

Vom 10. – 12. Februar 2009 findet in Wien eine Volksbefragung mit 5 Fragen statt. Frage 5 lautet:

Wien will's wissen

Seit 2006 wird in Wien ein freiwilliger Hundeführschein angeboten. Der Hundeführschein ist eine fundierte Ausbildung für Hundehalter/innen, bei welcher der richtige Umgang mit Hunden gelehrt wird. Bei der Prüfung müssen Hundehalter/innen zeigen, dass sie den Hund auch in schwierigen Situationen im Griff haben. Sind Sie dafür, dass es in Wien für sogenannte "Kampfhunde" einen verpflichtenden Hundeführschein geben soll?

Hunde können eine Gefahr für die Mitmenschen darstellen. Das Ausmaß dieser Gefahr geht vor allem vom Hundehalter aus, der den Hund nicht richtig erzogen hat. Eine verpflichtende Prüfung, die zeigt, dass der Hundehalter mit dem Hund umgehen kann und auch die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen zur Hundehaltung kennt, kann das Zusammenleben von Mensch und Tier in der Stadt sicher verbessern, sofern diese Regelung auch streng kontrolliert wird.

Die Frage ist, was ein sogenannter Kampfhund ist? Bestimmte Rassen zu verteufeln halte ich für nicht zielführend, sind doch gerade der Deutsche Schäferhund und der Dackel für einen Großteil der Bissverletzungen verantwortlich, beides Rassen, die man gemeinhin nicht als Kampfhunde bezeichnen würde.

Vielmehr sollte die Verpflichtung zum Hundeführerschein an äußerlichen Merkmalen des Hundes vor allem betreffend der Beißkraft festgemacht werden. Es könnte so etwas wie ein Beißkraftindex erstellt werden, der sich aus Parametern wie Kieferlänge, maximaler Öffnungswinkel und Beißkraft zusammensetzt. Von einem Malteser geht z. B. sicher keine Gefahr aus. Mehr als gebissener Finger, ist da nicht drin und den muss man auch erst hinhalten.

Insgesamt sage ich ja, ich bin für den verpflichtenden Hundeführerschein, weil es ein Schritt in die richtige Richtung ist.