Auto versus Rad

Dieser Text ist eine satirische Antwort auf den nebenstehenden Kommentar im Weekend-Magazin vom 16.4.2010:

attachmentx[1] Autofahrer-Dilettanten, denen die Funktionsweise des Blinkerhebels ihr gesamtes Autofahrerleben verborgen bleibt, Taxler mit augenscheinlichen Mord-Absichten, Auto-Raser in Telefonier-Haltung, die jede Vorschrift ignorieren, wenn sie wieder einmal ohne nach links oder rechts zu schauen einen Radweg kreuzen. Hier einige Tipps, wie auch Sie als Radfahrer Autofahrer ärgern können: Wenn ein feindlicher Autofahrer von hinten daherkommt, fahren Sie genau in der Mitte der Fahrbahn, sodass überholen unmöglich wird, eventuell durch ausgeprägte Schlangenlinien unterstützt. Das lässt den Adrenalinpegel der Autofahrer im Nu ansteigen. Wenn Autofahrer zu wenig Abstand zum Radfahrstreifen halten, ganz dicht an der stehenden Kolonne vorbeifahren; die Metallpedale machen kunstvolle Streifen in den Lack und die störenden Außenspiegel geben auch ganz leicht nach. Notfalls kann auch mit einem kräftigen Tritt nachgeholfen werden. Autofahrer, die glauben, dass die Blinker nur im Pannenfall zu betätigen sind, mit Dellen in den Kotflügeln erziehen. Und wenn wieder einmal ein Auto den Radweg verparkt, einfach das Fahrrad ohne Rücksicht auf Verluste über die Motorhaube schieben. Wenn Ihnen diese Tipps zu krass oder gar gefährlich erscheinen, dann einfach tief Luft holen und dran denken – der Autofahrer steht immer mit einem Fuß im Gefängnis.