Meine Visionen für die Donaustadt

Wie ich bereit im letzten Blog-Beitrag erwähnt habe, stehe ich auf der Liste der SPÖ für die Bezirksvertretung in der Donaustadt. Mit Listenplatz 100 habe ich keine Chance auf einen Sitz in der Bezirksvertretung und mit Vorzugsstimmen in die Vertretung eines so großen Bezirks vorzudringen ist im Wiener Wahlrecht auch faktisch unmöglich.

Ich gehöre weder zur Bezirks- noch zur Stadtprominenz, obwohl ich mich selbst in einem gewissen Bereich sehr wohl als prominent bezeichnen würde. Prominent ist man nämlich dann, wenn einen mehr Leute kennen als man selbst kennt. Dies ist teilweise durch meine berufliche Tätigkeit in der Erwachsenenbildung bedingt. Im Wahlkampf kam es daher öfter vor, dass mich der eine oder andere auf der Straße erkannt und begrüßt hat, bei dem ich nicht wusste, woher er mich kennt (die rein männliche Form entspricht hier den Tatsachen).

Ich stehe das erste Mal für eine Partei auf einer Liste zur Wahl. Ja, ich strebe mittelfristig durchaus ein politisches Mandat an, denn Ideen für die Politik habe ich genug, wie die regelmäßigen Leser dieses Blogs sicher schon erfahren haben.

Und genau deshalb möchte ich für eine Vorzugsstimme werben. Was bringt eine Vorzugsstimme, wenn ich selbst nicht einmal damit rechne, dass ich damit fix ins Bezirksparlament komme? Nun, es ist ein Zeichen an die SPÖ, dass Sie, werter Wähler, meine Ideen und Prioritäten teilen. Es ist ein Zeichen an die Partei, dass Sie Leute wie mich gerne in wählbarer Position hätten.

Doch was bekommen Sie mit “Leuten wie mir”? Ich stehe für eine ständige Erneuerung und Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Voraussetzung dafür ist Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit. Das Bessere ist der Feind des Guten. Jedoch kann das Bessere auch aus einer Arbeiterfamilie kommen. Und diese Menschen verdienen genauso eine Chance, wie das Kind aus gutem Hause. Um diese Chance Wirklichkeit werden zu lassen braucht es meines Erachtens drei Dinge:

  1. Bildung: Es geht nicht nur um ein Bildungssystem, in dem jeder und jede Schülerin auch tatsächlich die gleichen Chancen hat, es geht auch um ein Bildungssystem, das die Eltern entlastet. Auch Bewegung und gesunde Ernährung spielen beim Bildungserfolg eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ich kämpfe daher dafür, dass die gesunde Schuljause und das gesunde Mittagessen in den Schulen unseres Bezirks Standard wird. Ich kämpfe auch dafür dass wir bei Schulneu- und –umbauten eine künftige Nutzung als Ganztagsschule von vornherein berücksichtigen.
  2. Soziale Sicherheit: Menschen sind nur dann bereit, Risiken auf sich zu nehmen, wenn sie ein entsprechendes Sicherheitsnetz unter sich haben. Die bedarfsorientierte Mindestsicherung ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Doch Arbeit ist immer noch die beste soziale Sicherung. Ich setze mich dafür ein, dass Menschen, die bei uns arbeiten, auch einen Lohn bekommen, von dem sie leben können.
  3. Geringe Fixkosten: Bürger sollen wieder die Entscheidungsfreiheit über ihre Geldbörse bekommen. Die beiden größten Kostenbrocken in den meisten Haushalten sind die Wohnung und das Auto. Die Wohnung wird immer notwendig sein. Ich setze mich für eine qualitativ hochwertigen, sozialen Wohnbau ein, der dafür sorgt, dass die für eine Großstadt günstigen Wohnkosten nicht weiter steigen. Gleichzeitig will ich, dass das Auto nicht mehr für so viele Menschen notwendig ist. Der Ausbau der U2 im Bezirk war ein wichtiger und richtiger Schritt. Leider enden viele Buslinien nun bei der U2. Viele Wege innerhalb der Donaustadt nötigen die Menschen immer noch zum Umsteigen. Ich will, dass es mehr durchgehende Linien gibt, die die Ortskerne miteinander verbinden, damit die Donaustadt besser zusammenwachsen kann.

Auch der Radverkehr in der Donaustadt gehört gefördert. Wie viele wissen, bin ich ja selbst ein passionierter Alltagsradler. Im Gegensatz zu manch visionärer Farbpartei bin ich aber so realistisch, dass wir den Autoverkehr nie gänzlich aus dem Bezirk verbannen können. Ja, ich glaube sogar, dass der Autoverkehr zunehmen wird, egal ob wir neue Straßen bauen oder nicht. Projekte wie die Seestadt Aspern oder Neu-Stadlau werden viele neue Arbeitsplätze schaffen. Aber die angesiedelten Unternehmen werden auch Lieferanten haben, die die Waren wohl nicht mit dem Handwagerl anliefern werden. Wenn wir dem Radverkehr und dem öffentlichen Verkehr mehr Platz und schnellere Verbindungen geben wollen, müssen wir zunächst den anderen Verkehr verlagern. Daher ein klares Ja zur A23-Spanne Hirschstetten und zur S1 durch die Lobau. Aber auch ein klares Ja für leistungsfähige Radrouten durch den Bezirk und zu unseren Nachbarbezirken. Und ein klares Ja für leistungsfähige öffentliche Verkehrsverbindungen, die die Bezirksteile rasch und umsteigefrei miteinander verbinden.

Wenn Sie dieses Programm unterstützen wollen und Sie in der Donaustadt wahlberechtigt sind, würde ich mich über eine Vorzugsstimme bei der Bezirksvertretungswahl sehr freuen.

Ihr Roman Korecky