Das Sparpaket ist super!

Nach zwei Tagen Bedenkzeit über das Sparpaket der Regierung, muss ich mich ganz herzlich bedanken für ein Sparpaket, das mich nur am Rande trifft.

Danke!

Dass die 13. Familienbeihilfe für meinen 16-jährigen Sohn wegfällt, berührt mich überhaupt nicht. Das muss er schlucken. Sein Taschengeld wird ab dem kommenden Jahr einfach um 11 Euro im Monat gekürzt. Auch bei meinem jüngeren Sohn werde ich mir die Kürzung bei der Familienbeihilfe über eine Taschengeldeinsparungsmaßnahme wieder zurückholen. Warum soll ich dafür brennen? Warum soll mir die Jugend mehr wert sein als der Regierung? Sollen sie doch selber schauen, wie sie weiterkommen, die Buben.

Dass die Familienbeihilfe für Studenten nur mehr bis zum 24. Lebensjahr ausbezahlt wird, stört mich auch nicht. Meine Söhne werden werden halt arbeiten müssen um das Studium zu finanzieren, wenn die Familienbeihilfe ausläuft.

Im Gegenteil: Jetzt ist vielleicht eine gute Gelegenheit gekommen, selbst wieder auf die Uni zu gehen. Ist ja super dort! Familienbeihilfe bekäme ich ohnehin schon lange nicht mehr, Studiengebühren muss ich dank SPÖ auch keine zahlen, dafür werden jetzt sicher viele Plätze von jungen Leuten der “No future”-Generation frei werden, die sich das Studium nicht mehr leisten können. Fast 2000 Euro weniger im Jahr für das faule Studentenpack, das mit 24 immer noch nicht den PhD hat, ist ja sozial viel gerechter als 700 Euro Studiengebühr für erfahrene Männer wie mich, die auch ohne Bacc. ihren Lebensunterhalt gut bestreiten können.

Da stecke ich die 50 Euro, die mich die MÖSt-Erhöhung im Jahr kosten wird, und die paar hunderter zusätzlichen Pensionsbeitrag locker weg. Was interessiert mich schon die Zukunft? Sollen die Jungen doch nach Amerika gehen. Ist ja ohnehin alles besser dort.

Deshalb noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Regierung für dieses innovative und mittelstandsfreundliche Sparpaket.

2 Gedanken zu „Das Sparpaket ist super!

  1. Also teils verstehe ich dich, ganz kann ich aber nicht folgen. Wenn wir von einem durchschnittlichen Studieneintrittsalter von 18 ausgehen, dann haben alle also 12 semester mit familienbeihilfe zeit zu studieren. berücksichtige noch, das es ausreichend studien mit mindestdauer 8 oder 10sem. gibt, dann ist da sogar noch luft.
    Zu einem gewissen grad werden damit erstmals langstudierer bestraft und das finde ich durchaus OK.
    Iczh finde wesewntlich schlimmer, das man die damals eingeführte miete der unis an die big bis heute nicht ausgeglichen hat und dafür reichen die 80 mio auch nicht.
    das mit der 13. fambeihilfe wird nicht so arg abgehen, die gabs früher auch nicht und iuch denke du bezahlst deinem junior auch nur 12 monate taschengeld. hast du ihm sie tatsächlich bei der einführung der 13. fam beihilfe erhöht?

    • Das durchschnittliche Studieneintrittsalter von 18 stimmt nicht. Rein mathematisch liegt das bei mindestens 18,5 Jahren. Wenn man dann noch die Absolventen der BHS sowie jene berechnet, die eine Ehrenrunde gedreht haben, sowie die Burschen, die nach der Schule Wehr- oder Zivildienst absolviert haben, liegt das durchschnittliche Studieneintrittsalter wohl eher in den Nähe von 20 Jahren.
      Nach dem Bologna-Prozess liegt die Mindeststudiendauer mittlerweile bei allen Studien bei mindestens 10 Semestern. Ich berücksichtige das Bakkalaureat hier nicht, weil die in praktischen allen KVs und auch im öffentlichen Dienst nicht als Akademiker zählen. Selbst wenn das Studium also in Mindeststudiendauer absolviert wird, geht sich das für sehr viele nicht aus.
      Bei der Miete für die Unis kenne ich mich nicht so aus. Aber wenn das stimmt, dann ist das wirklich eine Frechheit.
      Zum Taschengeld für die Kinder: Der ganze Artikel war sarkastisch gemeint.

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