Ein aufgelegter Elfer für H. C. Strache

Seit langem trommelt H. C. Strache, dass die Familien unserer Regierung nichts wert sind. Im Wiener Wahlkampf wurde H. C. nicht müde zu betonen, dass die Regierungsparteien offensichtlich auf Zuwanderung statt auf “natürliches” Bevölkerungswachstum setzen.

Nun, so leid es mir tut, ich muss ihm leider recht geben. Und das passiert nicht sehr oft in diesem Blog. Dass selbst hohe Pensionen an die Inflation angepasst werden, steht anscheinend völlig außer Streit. Und ja, Pensionen mit € 2000 brutto sind hohe Pensionen. Die meisten arbeitenden Menschen in Österreich verdienen nämlich weniger. Doch wie lange wurde die Familienbeihilfe schon nicht valorisiert? Die Antwort: Im Jahr 2000 wurde die Familienbeihilfe zuletzt angehoben (Quelle: Katholischer Familienverband Österreichs). Okay, 2008 wurde die 13. Familienbeihilfe eingeführt. Diese war aber maximal ein Inflationsausgleich.

Nun, während die meisten Pensionen um 1,2 Prozent angehoben werden, wird die Familienbeihilfe im Durchschnitt um 10 Prozent gekürzt. Willkommen in der Pensionistenrepublik!

Einen positiven Aspekt kann ich diesen Plänen aber abgewinnen: SPÖ und ÖVP sind nun für die kommenden 3 Jahre aneinander gekettet. Und sie sind zum Erfolg bei tiefgreifenden Reformen verdammt. Denn wenn es so weitergeht wie in den letzten 2 Jahren, ist Strache 2013 Bundeskanzler. Darauf verwette ich die 13. Familienbeihilfe meiner beiden Söhne.

P. S.: Hoppla! 2013 bekommen meine Söhne ja keine 13. Familienbeihilfe mehr. Tja, Pech gehabt für den, der dagegen wettet.